Samstag, 20. September 2008

Nass

Scheinbar ist das der erste Regen seit Mai, ich habe also ziemliches Glück. Erst gegen elf Uhr vormittags hört's auf, die Temperatur ist auf schätzungsweise 18 Grad Celsius abgestürzt - brrr. Zum Glück kommt dann aber die Sonne wieder raus, und eine halbe Stunde später gibt's nur im Schatten noch einige Pfützen.

Das öffentliche Leben ist sichtlich gezeichnet von dem garstigen Treiben. Auf der Straße sind nur vereinzelt Menschen zu sehen, die überdimensionale Regenmäntel tragen oder ihre Winterstiefel ausgepackt haben. Auch die Eichhörnchen scheinen von der Situation überfordert - kopflos rennen sie kreuz und quer über die kleine fünfspurige Nebenstraße, an der die Uni liegt (was kein Problem ist: wenn die Autofahrer hier auf eines vorbereitet sind, dann darauf, dass wer kopflos auf die Straße rennt; scheinbar genießen auch Nager hier exzellenten Rechtsbeistand) und schütteln auf der anderen Seite inkommodiert ihren nassen Wuschelschwanz, bevor sie auf dem nächsten Baum verschwinden.

Jack will gestern nacht noch "busken" gehen, d.h. er schnappt sich einfach seine Gitarre und setzt sich damit an eine Staßenecke in der Stadt. Er bricht die Aktion dann aber wegen des Wetters ab. Er sagt, daß es hier teilweise sogar Überschwemmungen gibt, obwohl es insgesamt sehr selten regnet.