Freitag, 31. Oktober 2008

Aller Heiligen Abend



'Twas brillig, and the slithy toves
Did gyre and gimble in the wabe;
All mimsy were the borogoves,
And the mome raths outgrabe.

- Lewis Carroll, "Jabberwocky"

Sonntag, 19. Oktober 2008

Sonntag, halb vier in Idaho

Mal ausspannen, ein Nüsschen knabbern.

Samstag, 18. Oktober 2008

Kompromisse eingehen, aber nicht unterkriegen lassen

Okay, der Brie kommt aus New York, der Rotwein aus Australien (very spicey) und das "French Artisan Baguette" ist aus Giabatta-Teig, aber was soll's - man tut halt, was man kann.

Korrektur: Es heißt natürlich "Ciabatta," nicht "Giabatta." Wir entschuldigen uns in aller Form bei den Betroffenen.

Danke, Herr Studienrat.

Freitag, 17. Oktober 2008

Impressionen eines gemütlichen Spazierganges im Park am Sonntag bei schönem Wetter, Zweiter Teil

Gereiztes Hörnchen auf der Suche nach Nüsschen.

Der Americana Boulevard mit Foothills im Hintergrund.

Mehr Foothills, hier noch etwas weiss vom ersten Schneefall vor einer Woche. Heute hat's aber wieder 20-25 Grad.

Auch allerhand Federvieh ist in den Parks zuhause.

Ja, wo ist es denn, das Nüsschen?

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Impressionen eines gemütlichen Spazierganges im Park am Sonntag bei schönem Wetter, Erster Teil

Capitol Boulevard, Richtung Downtown.

Ungenierter Nager bei der Notdurft.

Unten am Fluss.

*Seufz*...

Der Boise River, inklusive Angler und Panorama-Blick.

Übergangspräsident?

Das dritte und letzte Fernsehduell habe ich gestern leider verpasst, aber es muss wohl ganz lustig gewesen sein.

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Neulich im Park

Konzentration...

...und hepp!

Samstag, 11. Oktober 2008

Schlaaand!

Okay, ist schon ein bißchen traurig, so mit Live-Ticker. Vielleicht ist das nächste mal ja 'ne Skype-Schaltung drin, wenn sich jemand anbietet?

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Happen

Seit vorgestern ist die Temperatur stark gesunken. Die Sonne scheint immer noch, und es ist wie immer staubtrocken, aber insgesamt zeigt meine innere Uhr eher auf "schöner Tag im März" als auf Oktober.

Beim Joggen bin ich fast auf 'ne Schlange getreten. Ich war in Gedanken und konnte grade noch ausweichen. War zwar keine Klapperschlange - die gibt's hier nämlich auch - hat aber trotzdem etwas unangenehm ausgesehen. Zwei Schritte weiter war dann noch eine. Haben mich angestarrt, die zwei Kollegen. Merkzettel: Augen auf beim Dauerlauf.

Nach der Fernsehdebatte zwischen Obama und McCain am Dienstag bin jetzt auch ich ganz sicher, daß das Land im Januar einen neuen Präsidenten bekommen wird.

Gestern gab's Bratwurst auf Sauerkraut mit Kartoffelsalat in der Kantine - sicher auch wieder so ein Oktoberfest-Ding. Hat sogar ganz authentisch geschmeckt.

Apropos Essen: Die Ermittlungen laufen noch, aber ich glaube, ich habe versehentlich Rudolf das rotnasige Rentier gegessen. Mehr dazu ein andermal, wenn ich Genaueres weiß.

Mittwoch, 8. Oktober 2008

Sensationsmeldung

Es ist mir überraschend gelungen, durch intensive Konzentration Bilder von meiner Kamera ohne das dazugehörige USB-Kabel auf den Rechner zu übertragen!

Außerdem ist's über Nacht plötzlich verdammt kalt geworden in Idaho. Scheinbar kennt das Thermometer hier nur 10-Grad-Sprünge.

Dienstag, 7. Oktober 2008

Doch lieber draußen sitzen

Als ich am Freitag abend in Gedanken versunken die Tür zum Table Rock BrewPub & Grill (meiner Stammkneipe, denn hier gibt's leckeres selbst gebrautes Bier und das beste Reuben-Sandwich) öffne, wird mir schlagartig der ungewöhnlich hohe Schallpegel bewusst. Erschreckt und desorientiert nehme ich zur Kenntnis: Blasmusik vom Fass, Kellner und Kellnerinnen in Trachten.

Ach. Du. Liebe Zeit.

Noch leicht überfordert, frage ich eine der Damen, ob denn da heute "irgendwas besonderes" sei. "Yes, it's Oktoberfest!," antwortet sie begeistert, und ich komme mir etwas blöd vor. Nachdem sie mir zusagt, dass trotzdem die normale Karte gültig ist, entscheide ich mich dann doch für einen Platz draußen.

Wenig später schlürfe ich zu Instrumentalinterpretationen der "Polonaise Blankenese" und "In München steht ein Hofbräuhaus" mein Laughing Dog Pale Ale und schüttele gelegentlich den Kopf. Am Samstag komme ich dann auf dem Weg zum Kino nochmal an der Kneipe vorbei und meine, sogar Gesang auszumachen, kann mich aber nicht dazu durchringen, näher nachzuforschen.

Montag, 6. Oktober 2008

Liberal in die Wahl

Heute gab's an der Uni eine politische Podiumsdiskussion zwischen diesen beiden Herrschaften - konservativ gegen liberal, also, was im Sinne des Abends gleichbedeutend mit Republikaner gegen Demokraten war. Als internationaler Beobachter aus einem Land mit demokratisch-freiheitlicher Grundordnung (wenn auch vorläufig noch ohne UN-Mandat, die nächste Wahl gilt als entscheidend) war ich natürlich anwesend, um sicherzustellen, dass auch alles mit rechten Dingen zugeht und niemand unterdrückt wird.

Autor Peter Beinart, der Vertreter der "liberalen" Seite, verbrachte einen Großteil seiner Redezeit damit, ein für alle mal klarzustellen, daß "Liberale" weder Kommunisten sind, noch zum Frühstück kleine Kinder fressen. "Liberal" bedeutet in den USA nämlich "ganz furchtbar links," und wird von den Konservativen gerne als Schimpfwort verwendet, um die politischen Gegner als abgedrehte Hippies mit Realitätsverlust darzustellen. Tatsächlich vertritt Beinart dann auch einige Standpunkte, die man bei uns eher den Sozialdemokraten oder den Grünen zuordnen könnte - wenn man ihn darauf anspräche, würde er das aber sicher vehement von sich weisen.

Sein Gegenüber, der konservative Jonah Goldberg, ist ein wesentlich besserer Redner, hatte die besseren Gags und war insgesamt auch auf den ersten Blick überzeugender. Er brachte unter anderem an, dass Konservativismus für ihn keine Lebensphilosophie, sondern eine rein politische Einstellung sei. Was Goldberg an den "Liberalen" stört, ist, daß diese - so Goldberg - zu viele und zu weitreichende Eingriffe des Staates in den Markt und in das öffentliche Leben fordern. Wir halten also fest: Das amerikanische Etikett liberal ist definitiv nicht mit dem deutschen "liberal" gleichzusetzen. Insofern hat die Veranstaltung mir nochmal verdeutlicht, daß das politische Spektrum hier eben etwas anders aussieht als zu Hause.

Randnotizen: Der Eindruck, daß - trotz der republikanischen Mehrheit im Staat - die meisten Leute hier in Boise doch eher demokratisch eingestellt zu sein scheinen, hat sich bestätigt, wenn man mal von dem Applaus für die jeweiligen Positionen ausgeht. Die großen Themen bei der Fragerunde waren das Gesundheitssystem, der Kapitalismus-Crash und die enormen Kosten für eine anständige Hochschulbildung.

Oh, und Sarah Palin wurde ausgelacht - zweimal, und von allen.

Sonntag, 5. Oktober 2008

Die Wacht bin ich

Okay, dass die Leute hier in Sachen Patriotismus etwas anders ticken als daheim, ist ja hinlänglich bekannt. Aber trotzdem.

Dieser von Kid Rock - dem Tom Astor Nordamerikas, möchte man sagen - vertonte Werbespot für die Nationalgarde läuft hier grade im Kino-Vorprogramm.

Ich habe das zackige kleine Filmchen jetzt schon öfter gesehen, und jedes mal, sobald die Spucke wieder fliesst, wundere ich mich aufs Neue: Warum machen Rammstein sowas denn nicht mal für die Bundeswehr?

Klopf, klopf

Ob er vielleicht ein Schlagzeug im Wohnzimmer hat, will ich den Typen von oben scherzhaft fragen, als ich entschlossen und genervt an seine Tür klopfe. Die letzten zwei Tage hatte ich des öfteren das Gefühl, unter einer Eisenbahnbrücke zu wohnen.

Als der gute Mann mich dann freundlich begrüßt, kann ich mir den dummen Spruch schenken. Er hält Drumsticks in der Hand.

Wie sich herausstellt, betreiben die Jungs - offenbar mit viel Elan - ein Rockstar-Drumkit, zeigen sich aber dankenswerterweise bereit, in Zukunft etwas Rücksicht zu nehmen.

Was es nicht alles gibt.

Squirrels' Quarrel

Sie schreien wild, rollen ineinender verbissen Baumstämme herunter (und wieder hinauf) und verfolgen einander, die Mordlust in den kleinen Äuglein: braune Eichhörnchen, im tödlichen Bruderzwist um eine Hand voll Nüsschen.

Es hat wieder einmal geregnet, gestern, in Idaho.